Energie und E-Mobilität

E-Auto laden 2026: Kosten senken mit Nachtstrom und Autostromtarif

Zu Hause laden kostet je nach Stromtarif zwischen 4,40 und 7,40 Euro pro 100 Kilometer. Mit einem Autostromtarif nach §14a EnWG sparen Sie bei 15.000 Kilometern im Jahr bis zu 350 Euro gegenüber dem durchschnittlichen Haushaltstarif. Dieser Ratgeber zeigt, welche vier Tarifwege es gibt und für wen sich welcher rechnet.

Zuletzt aktualisiert: 17. August 2026 | checkeverything.de Redaktion

37,0 ct
Haushaltsstrom im Schnitt (BDEW)
ab 19,74 ct
Autostromtarife (ADAC)
bis 350 €
Ersparnis pro Jahr bei 3.000 kWh
4,2 kW
Mindestleistung beim Dimmen

Das Wichtigste in Kürze

  • 1.Haushaltsstrom kostet im Schnitt 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse, April 2026). Neukundentarife liegen bei rund 32,7 ct/kWh.
  • 2.Autostromtarife für die Wallbox kosten laut ADAC 19,74 bis 34,05 ct/kWh, im Schnitt 3 bis 4 Cent weniger als Haushaltsstrom.
  • 3.§14a EnWG bringt Netzentgelt-Rabatte: Modul 1 pauschal 110 bis 190 Euro im Jahr, Modul 2 rund 60 Prozent auf den Netzentgelt-Arbeitspreis. Seit April 2025 gibt es zusätzlich Modul 3 mit zeitvariablen Netzentgelten.
  • 4.Bei 3.000 kWh Ladestrom im Jahr sind gegenüber dem Durchschnittstarif bis zu 350 Euro Ersparnis drin.
  • 5.Dynamische Tarife muss seit dem 1. Januar 2025 jeder Stromanbieter führen (§41a EnWG). Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.

Was kostet es, ein E-Auto zu laden?

Die Ladekosten hängen fast nur am Arbeitspreis Ihres Stromtarifs. Ein durchschnittliches E-Auto verbraucht rund 20 kWh auf 100 Kilometer. Beim BDEW-Durchschnittspreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde sind das 7,40 Euro. Mit einem Autostromtarif für 22 Cent kostet dieselbe Strecke 4,40 Euro.

TarifArbeitspreisKosten je 100 kmQuelle / Basis
Haushaltsstrom (Durchschnitt)37,0 ct/kWh7,40 €BDEW, April 2026
Haushaltsstrom (Neukundentarif)ca. 32,7 ct/kWh6,54 €Marktwert Juli 2026
HT/NT-Tarif, nachts geladen22-28 ct/kWh (NT)5,00 €*Marktspanne
Autostromtarif nach §14a EnWG19,74-34,05 ct/kWh4,40 €*ADAC, Februar 2026
Dynamischer Tarif, optimiert15-45 ct/kWh (variabel)4,80 €*Rechenannahme 24 ct

*Rechenbasis: 20 kWh/100 km; HT/NT mit 25 ct (Mitte der NT-Spanne), Autostrom mit 22 ct, dynamischer Tarif mit 24 ct als Jahresmittel bei konsequent optimiertem Laden. Zähler- und Grundkosten sind hier nicht enthalten, dazu unten mehr.

E-Auto lädt über Nacht an einer Wallbox am Haus

Foto: Zaptec / Unsplash

Der Posten, den der Bordcomputer verschweigt

Die Preise oben beziehen sich auf die Kilowattstunde, die durch Ihren Zähler geht. Im Akku kommt weniger an. Der ADAC hat im August 2026 fünf Fahrzeuge vermessen und an der 11-kW-Wallbox Verluste zwischen 5,1 und 7,0 Prozent gefunden, an der Haushaltssteckdose zwischen 12,7 und 24,2 Prozent. Beim Laden mit Photovoltaik-Überschuss, wo die Leistung bewusst gedrosselt wird, lagen sie dazwischen bei 8,0 bis 12,8 Prozent.

Für die Kostenrechnung heißt das: Schlagen Sie den Verlust auf den Arbeitspreis auf. Bei einem Autostromtarif mit 22 Cent und 6 Prozent Verlust zahlen Sie effektiv rund 23,4 Cent je Kilowattstunde, die tatsächlich im Akku landet. Wer dauerhaft an der Steckdose lädt, verschenkt bei 3.000 Kilowattstunden im Jahr je nach Fahrzeug 380 bis 730 Kilowattstunden. Genau das ist der Grund, warum sich eine Wallbox auch unabhängig vom Tarif rechnet.

Details zu Messwerten, Anmeldepflicht nach § 19 NAV und dem Mieterrecht nach § 554 BGB stehen in unserem Vergleich von Wallbox und Steckdose.

Vier Tarifwege für günstigen Ladestrom

Welcher Weg passt, entscheiden zwei Fragen: Wie viel fahren Sie, und wie viel Aufwand wollen Sie treiben? Die Reihenfolge unten geht von bequem nach anspruchsvoll.

Standard-Hausstrom

Referenz (0 €)

Der vorhandene Stromtarif, ohne Umbau und ohne zweiten Zähler.

Arbeitspreis: 32,7-37,0 ct/kWh

Vorteile

  • Kein separater Zähler nötig
  • Einfachste Lösung
  • Flexibel nutzbar

Nachteile

  • Teuerste Art zu laden
  • Keine Netzentgelt-Rabatte
Geeignet für: Wenigfahrer unter 5.000 km im Jahr

HT/NT-Tarif (Doppeltarif)

bis ca. 270 €/Jahr*

Zwei Preise je nach Uhrzeit: Der Niedertarif gilt nachts und ist 5 bis 10 Cent günstiger.

Arbeitspreis: HT 32-38 ct | NT 22-28 ct

Vorteile

  • Feste, planbare Nachtpreise
  • Kein Smart Meter nötig
  • Bewährte Technik

Nachteile

  • Zweiter Zähler kostet 80-100 €/Jahr
  • Tagsüber teurer als Standardstrom
  • Nicht bei jedem Versorger für Neukunden
Geeignet für: Wer fast ausschließlich nachts lädt

Autostromtarif (§14a EnWG)

bis ca. 350 €/Jahr*

Spezialtarif für steuerbare Wallboxen mit reduzierten Netzentgelten.

Arbeitspreis: 19,74-34,05 ct/kWh

Vorteile

  • Netzentgelt-Rabatt nach §14a EnWG
  • Im Schnitt 3-4 ct unter Haushaltsstrom (ADAC)
  • Drei Rabatt-Module zur Wahl

Nachteile

  • Separater Zähler und Anmeldung nötig
  • Netzbetreiber darf auf 4,2 kW dimmen
  • Tarifauswahl regional unterschiedlich
Geeignet für: Vielfahrer ab etwa 10.000 km im Jahr

Dynamischer Tarif

bis ca. 340 €/Jahr*

Der Arbeitspreis folgt stündlich der Strombörse. Seit 2025 muss ihn jeder Anbieter führen.

Arbeitspreis: 15-45 ct/kWh, stark schwankend

Vorteile

  • Sehr günstige Nacht- und Mittagsstunden
  • Per App automatisierbar
  • Gesetzlicher Anspruch (§41a EnWG)

Nachteile

  • Preisrisiko in teuren Stunden
  • Intelligentes Messsystem Pflicht
  • Erfordert aktives Mitdenken
Geeignet für: Flexible Lader mit Smart Meter

*Sparpotenzial bei 3.000 kWh Ladestrom im Jahr gegenüber dem BDEW-Durchschnittspreis von 37,0 ct/kWh, inklusive Zählerkosten. Die Rechnung steht im Abschnitt Jahreskosten.

HT/NT-Tarife: Der klassische Nachtstrom

Ein Doppeltarifzähler misst Tag- und Nachtverbrauch getrennt. Der Niedertarif gilt laut Bundesnetzagentur üblicherweise von 22 bis 6 Uhr und ist 5 bis 10 Cent günstiger als der Hochtarif am Tag. Genau in dieses Fenster fällt das nächtliche Laden.

Nachtstrom ist kein Auslaufmodell, aber ein Nischenprodukt geworden. EnBW zum Beispiel bewirbt Nachtstrom weiterhin aktiv und nennt 20 bis 30 Prozent mögliche Ersparnis bei den Stromkosten. Ob Ihr örtlicher Versorger Neukunden einen HT/NT-Tarif anbietet, müssen Sie im Zweifel direkt erfragen.

Niedertarif (NT)

22:00 bis 06:00 Uhr

22-28 ct/kWh

Das Ladefenster für E-Autos

Hochtarif (HT)

06:00 bis 22:00 Uhr

32-38 ct/kWh

Laden besser vermeiden

Tipp: Programmieren Sie den Ladestart auf 22:00 Uhr. Praktisch jede Wallbox und jedes E-Auto hat dafür eine Timer-Funktion, einmal eingestellt läuft das von allein.

§14a EnWG: Drei Rabatt-Module für die Wallbox

Seit Januar 2024 gilt: Wer seine Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung anmeldet, zahlt weniger Netzentgelte (§14a EnWG). Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Ladeleistung bei Engpässen vorübergehend begrenzen. Die Bundesnetzagentur hat dafür drei Module festgelegt.

Modul 1: Pauschaler Rabatt

Fester jährlicher Abschlag auf die Netzentgelte, unabhängig vom Verbrauch.

110-190 € pro Jahr

Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber angemeldet

Modul 2: Prozentualer Rabatt

Rund 60 Prozent Nachlass auf den Arbeitspreis der Netzentgelte, etwa 4 bis 5 Cent je kWh.

ca. 4-5 ct/kWh weniger

Separater Zähler für die Wallbox

Modul 3: Zeitvariable Netzentgelte

Seit April 2025: Netzentgelte in drei Preisstufen je nach Tageszeit. Nur in Kombination mit Modul 1 wählbar, nicht mit Modul 2.

Ersparnis je nach Lastverschiebung

Intelligentes Messsystem; Angebot noch nicht bei allen Netzbetreibern verfügbar

In der Praxis hakt es bei Modul 3 noch: Laut dem Fachmagazin ZfK hatten es mehr als ein Jahr nach dem Start erst 14 von 169 geprüften Netzbetreibern für Kundenwechsel freigeschaltet. Die Bundesnetzagentur mahnt die Umsetzung an. Fragen Sie Ihren Netzbetreiber, welche Module er bereits anbietet.

Was bedeutet Dimmen konkret?

Bei einem Netzengpass darf der Netzbetreiber Ihre Wallbox auf 4,2 kW drosseln. Abschalten darf er sie nicht. Selbst gedimmt laden Sie in acht Stunden gut 33 kWh nach, das reicht für rund 160 Kilometer.

Wie oft tatsächlich gedimmt wird, dazu gibt es bislang keine belastbare bundesweite Statistik. Für den normalen Pendleralltag ist die Mindestleistung aber komfortabel genug.

Dynamische Tarife: Börsenpreise nutzen

Bei einem dynamischen Tarif folgt der Arbeitspreis stündlich der Strombörse. Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Stromlieferant solche Tarife anbieten, so steht es in §41a EnWG. Voraussetzung auf Kundenseite ist ein intelligentes Messsystem. Vorreiter wie Tibber oder Ostrom haben das Modell bekannt gemacht, inzwischen führt es jeder Anbieter.

Ein Punkt wird oft falsch verstanden: Fällt der Börsenpreis unter null, wird das Laden nicht kostenlos. Netzentgelte, Steuern und Abgaben laufen weiter, nur der Energieanteil Ihres Preises sinkt. Günstig bleibt es trotzdem, vor allem nachts und in sonnigen Mittagsstunden.

Günstig

02:00 bis 06:00 Uhr (meist)

15-22 ct

Mittel

12:00 bis 14:00 Uhr (Solarspitze)

22-30 ct

Teuer

18:00 bis 21:00 Uhr (Abendspitze)

35-45 ct

Tipp: Die Anbieter-Apps zeigen die Börsenpreise für den Folgetag schon am Nachmittag. Viele Wallboxen laden auf Wunsch automatisch in den günstigsten Stunden.

Jahreskosten im Vergleich (3.000 kWh)

Die Beispielrechnung geht von 15.000 Kilometern im Jahr aus, bei 20 kWh je 100 Kilometer sind das 3.000 kWh Ladestrom. Zähler- und Messkosten sind eingerechnet.

TarifartArbeitspreisStromkostenZähler/MessungGesamt
Haushaltsstrom (Durchschnitt)37,0 ct1.110 €0 €1.110 €
Haushaltsstrom (Neukundentarif)32,7 ct981 €0 €981 €
HT/NT-Tarif (komplett nachts, 25 ct)25 ct750 €90 €840 €
Autostromtarif §14a (22 ct)22 ct660 €100 €760 €
Dynamisch (optimiert, 24 ct im Mittel)24 ct720 €50 €770 €

Ersparnis auf einen Blick

Mit einem §14a-Autostromtarif sparen Sie in diesem Beispiel 350 Euro pro Jahr gegenüber dem BDEW-Durchschnittstarif (1.110 gegen 760 Euro). Über zehn Jahre sind das 3.500 Euro, deutlich mehr als die typischen Kosten für Zähler-Einbau und Anmeldung. Selbst gegenüber einem günstigen Neukundentarif bleiben gut 220 Euro im Jahr.

THG-Quote: Geld zurück fürs E-Auto

Unabhängig vom Stromtarif können Halter reiner Elektroautos ihre eingesparten Emissionen verkaufen. Für das Jahr 2026 werden laut ADAC (Stand Juni 2026) teils über 300 Euro geboten. Der Verkauf läuft über Vermittler, die Auszahlungen unterscheiden sich deutlich, ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnt.

Sie planen den Umstieg erst noch? Unser Ratgeber zu Kredit und Förderung für Elektroautos rechnet die Anschaffung durch. Und weil die Police die zweite große Kostenstelle ist, lohnt parallel ein Blick auf den KFZ-Versicherungsvergleich.

Wallbox: Was Sie für die Tarife brauchen

AnforderungPflicht?Details
Anmeldung beim NetzbetreiberJa, für jede Wallbox (§ 19 NAV)Mitteilung vor Inbetriebnahme. Zustimmungspflichtig erst über 12 kVA, eine 11-kW-Box bleibt darunter
Erlaubnis in Miete und WEGAnspruch nach § 554 BGBMieter können die Erlaubnis für eine Ladeeinrichtung verlangen, Ablehnung nur bei Unzumutbarkeit
Installation durch ElektrofachbetriebJaEigenmontage ist bei Starkstrom nicht zulässig
Separater StromzählerFür Autostrom- und HT/NT-TarifeGrundlage für getrennte Abrechnung des Ladestroms
Intelligentes MesssystemFür §14a-Rabatte und dynamische TarifeErmöglicht Kommunikation mit dem Netzbetreiber
SteuerboxFür §14a-TarifeEmpfängt das Dimm-Signal des Netzbetreibers

Die Wallbox selbst kostet laut ADAC je nach Modell 500 bis 1.200 Euro, dazu kommt die Installation. Was Anschaffung und Montage im Detail kosten, steht in unserem Wallbox-Kosten-Ratgeber.

Rechenbeispiel: E-Auto gegen Benziner

Jahreskosten bei 15.000 km (nur Energie bzw. Kraftstoff)

E-Auto mit §14a-Autostromtarif

  • Verbrauch: 20 kWh/100 km
  • Jahresverbrauch: 3.000 kWh
  • Strompreis: 22 ct/kWh plus 100 € Zähler
  • 760 € im Jahr

Benziner (Rechenannahme)

  • Verbrauch: 7 l/100 km
  • Jahresverbrauch: 1.050 Liter
  • Benzinpreis: 1,70 €/Liter (Annahme)
  • 1.785 € im Jahr
1.025 € Unterschied pro Jahr

E-Auto mit §14a-Autostromtarif gegenüber dem Benziner. Wer zum durchschnittlichen Haushaltsstrom lädt (1.110 €), spart immer noch 675 Euro.

Stromtarife für E-Auto-Fahrer vergleichen

Rechnen Sie Ihren zusätzlichen Ladebedarf zum normalen Haushaltsverbrauch dazu und prüfen Sie Ihre Optionen. Der Vergleich ist kostenlos.

Transparenzhinweis: Wir nehmen am CHECK24.net Partnerprogramm teil und erhalten eine Vergütung für vermittelte Verträge.

Weitere Informationen in der Datenschutzerklärung von CHECK24.

Häufige Fragen zum günstigen E-Auto-Laden

Was kostet es, ein E-Auto zu Hause zu laden?
Bei 20 kWh Verbrauch auf 100 Kilometer kostet das Laden zu Hause zwischen 4,40 Euro (Autostromtarif, 22 ct/kWh) und 7,40 Euro (durchschnittlicher Haushaltsstrom, 37,0 ct/kWh laut BDEW-Strompreisanalyse vom April 2026). Eine volle Ladung eines 60-kWh-Akkus liegt damit bei 13 bis 22 Euro.
Gibt es noch Nachtstromtarife für Neukunden?
Ja, vereinzelt. EnBW etwa bewirbt Nachtstrom aktiv und beziffert die mögliche Ersparnis auf 20 bis 30 Prozent der Stromkosten. Ob ein HT/NT-Tarif an Ihrem Wohnort angeboten wird, entscheidet der jeweilige Versorger. Technische Voraussetzung ist immer ein Doppeltarifzähler.
Lohnt sich ein separater Zähler für die Wallbox?
Ab etwa 2.500 kWh Ladebedarf im Jahr, das entspricht rund 12.500 Kilometern Fahrleistung. Beim typischen Preisvorteil von 3 bis 4 Cent je kWh (ADAC-Durchschnitt) übersteigt die Ersparnis dann die Zusatzkosten von 80 bis 100 Euro pro Jahr für Zähler und Abrechnung. Liegt Ihr Tarif deutlich weiter unter dem Hausstrompreis, rechnet sich der Zähler entsprechend früher.
Was bedeutet Dimmen bei §14a EnWG?
Der Netzbetreiber darf die Leistung einer angemeldeten Wallbox bei Netzengpässen auf 4,2 kW reduzieren, abschalten darf er sie nicht. Selbst gedimmt laden Sie in acht Stunden gut 33 kWh nach, genug für rund 160 Kilometer. Eine belastbare Statistik, wie oft Netzbetreiber tatsächlich dimmen, gibt es bislang nicht.
Nachtstrom oder dynamischer Tarif: Was ist besser?
Das ist die Wahl zwischen Planbarkeit und Preischance. Ein HT/NT-Tarif garantiert feste günstige Nachtstunden und braucht kein Smart Meter. Ein dynamischer Tarif kann günstiger sein, wenn Sie das Laden konsequent in Billigstunden legen, er setzt aber ein intelligentes Messsystem und etwas Aufmerksamkeit voraus. Für Gewohnheitslader ist HT/NT oder ein fester Autostromtarif meist die entspanntere Wahl.
Brauche ich ein Smart Meter für den Autostromtarif?
Für §14a-Rabatte ja: Nötig sind ein intelligentes Messsystem und eine Steuerbox, damit der Netzbetreiber das Dimm-Signal senden kann. Auch dynamische Tarife nach §41a EnWG setzen ein intelligentes Messsystem voraus. Für einen klassischen HT/NT-Tarif genügt dagegen ein Doppeltarifzähler.
Welche Wallbox-Förderung gibt es 2026?
Bundesweit keine. Das Programm 440 für private Wallboxen ist seit Oktober 2021 beendet, und auch das häufig noch genannte Programm 442 "Solarstrom für Elektroautos" nimmt keine Anträge mehr an; die KfW schreibt dazu wörtlich: "Diesen Zuschuss können Sie nicht mehr beantragen." Bleiben Landes- und Kommunalprogramme sowie Zuschüsse einzelner Energieversorger, deren Verfügbarkeit sich laufend ändert. Zusätzlich bringt die THG-Quote Haltern reiner E-Autos derzeit teils über 300 Euro pro Jahr.
Wie viel Strom geht beim Laden verloren?
Mehr, als die meisten vermuten, und der Bordcomputer zeigt es nicht an. Der ADAC hat im August 2026 fünf Fahrzeuge vermessen: An der 11-kW-Wallbox lagen die Verluste zwischen 5,1 und 7,0 Prozent, an der Haushaltssteckdose zwischen 12,7 und 24,2 Prozent. Diese Kilowattstunden laufen über Ihren Zähler, landen aber nie im Akku. Rechnen Sie den Verlust deshalb auf den Arbeitspreis auf: Bei 6 Prozent Verlust und 22 Cent je Kilowattstunde zahlen Sie effektiv rund 23,4 Cent für die Energie, die tatsächlich ankommt.
Ist Laden mit Nachtstrom umweltfreundlich?
Jein. Nachts ist der Strommix häufig fossiler, weil Solarstrom fehlt. Am saubersten laden Sie in Stunden mit viel Wind- oder Sonnenstrom, bei dynamischen Tarifen sind das oft zugleich die günstigsten. Wer mittags mit Solarüberschuss lädt, verbindet niedrige Preise mit besserer Klimabilanz.

Quellen und Stand