Girokonto Vergleich 2026
Kostenlose Kontoführung, Direkt- und Filialbanken im Überblick – mit den wichtigsten Kriterien zu Gebühren, Einlagensicherung und Kontowechsel.
Jetzt Girokonto vergleichenKurz gesagt
Die günstigsten Girokonten bieten meist Direktbanken: kostenlose Kontoführung, kostenlose Karte und Online-Verwaltung, teils gekoppelt an einen Mindestgeldeingang. Filialbanken kosten häufiger Grundgebühr, bieten dafür persönliche Beratung vor Ort. Unabhängig von der Bank ist Ihr Guthaben je Kunde und Bank bis 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten pro Jahr, nicht nur die monatliche Grundgebühr. Einen neutralen Marktüberblick liefert zusätzlich der kostenlose BaFin-Kontenvergleich.
Das Wichtigste in Kürze
- •Direktbanken bieten am häufigsten kostenlose Girokonten, Filialbanken punkten mit Beratung vor Ort.
- •Guthaben ist je Kunde und Bank bis 100.000 Euro über das Einlagensicherungsgesetz geschützt.
- •Achten Sie auf versteckte Kosten: Auslandsabhebungen, Papierauszüge, Fremdwährungseinsatz und Dispozinsen.
- •Nach dem Zahlungskontengesetz haben Sie Anspruch auf ein Basiskonto – unabhängig von Einkommen oder Schufa.
- •Der gesetzliche Kontowechselservice überträgt Daueraufträge und Lastschriften beim Wechsel.
Worauf es beim Girokonto-Vergleich ankommt
Ein Girokonto ist das zentrale Zahlungskonto für Gehalt, Miete und alle laufenden Ausgaben. Welches Konto zu Ihnen passt, hängt weniger von Werbung ab als von wenigen praktischen Kriterien. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Gesamtkosten über ein Jahr zu vergleichen statt nur die Grundgebühr.
Kontoführungsgebühr
Manche Konten sind dauerhaft kostenlos, andere nur ab einem Mindestgeldeingang. Prüfen Sie, welche Bedingung für Ihr Gehalt gilt.
Bargeldversorgung
Wie oft können Sie in Deutschland und im Euro-Raum kostenlos abheben, und was kosten Automaten im Ausland?
Karten
Eine Girocard wird in Deutschland breit akzeptiert, eine Visa- oder Mastercard-Debit funktioniert online und im Ausland besser. Achten Sie auf Jahresgebühren.
Dispozinsen
Der eingeräumte Dispo ist bequem, aber teuer: je nach Bank bis zu 17 Prozent Zinsen (Verbraucherzentrale, Stand Dezember 2025). Nutzen Sie ihn nur kurzfristig.
Versteckte Kosten
Papierauszüge, Fremdwährungsgebühren und Mindestgeldeingang können den Preisvorteil schnell aufzehren.
Einlagensicherung
Stellen Sie sicher, dass die Bank der gesetzlichen Sicherung angehört, damit Ihr Guthaben bis 100.000 Euro geschützt ist.
Bankarten in Deutschland im Überblick
In Deutschland stehen im Wesentlichen drei Bankarten zur Wahl: Direktbanken ohne Filialnetz, klassische Filialbanken und regional verankerte Sparkassen oder Genossenschaftsbanken. Sie unterscheiden sich vor allem bei Kontoführungsgebühr, persönlicher Beratung und Bargeldversorgung.
| Merkmal | Direktbanken | Filialbanken | Sparkassen & Genossenschaftsbanken |
|---|---|---|---|
| Kontoführung | Häufig kostenlos, teils an einen Mindestgeldeingang gekoppelt | Häufiger mit Grundgebühr | Je nach Institut unterschiedlich |
| Beratung | Kein Schalter; Service per App, Chat oder Telefon | Persönlich in der Filiale | Persönlich und regional verankert |
| Bargeld | Automatenverbund oder Abhebung an der Ladenkasse | Eigenes Automatennetz | Dichtes Automaten- und Filialnetz |
| Geeignet für | Kostenbewusste, die Banking per App erledigen | Beratungsthemen wie Baufinanzierung oder Geldanlage | Alle, die regionale Nähe und feste Ansprechpartner schätzen |
Tipp
Wer vor allem Wert auf niedrige Kosten legt, ist bei einer Direktbank meist gut aufgehoben. Wer persönliche Beratung schätzt, etwa bei Baufinanzierung oder Anlage, profitiert von einer Filialbank. Beides lässt sich kombinieren: ein kostenloses Direktbank-Girokonto für den Alltag und eine Filialbank für Beratungsthemen.
Girokonto-Vergleich mit dem BaFin-Portal
Der BaFin-Kontenvergleich ist die amtliche, kostenlose Vergleichswebsite für Zahlungskonten in Deutschland. Die Finanzaufsicht betreibt sie seit Januar 2025 im gesetzlichen Auftrag der Paragrafen 16 bis 19 des Zahlungskontengesetzes; zum Start waren nach BaFin-Angaben rund 6.900 Girokonto-Modelle gelistet. Die Banken melden ihre Konditionen selbst, darunter Kontoführungsgebühr, Dispozins und Habenzins.
Der Unterschied zu kommerziellen Vergleichen: Die BaFin spricht keine Empfehlungen aus und verdient nichts an der Vermittlung. Dafür fehlen Bewertungen, Prämienaktionen und eine Wechselhilfe. In der Praxis ergänzen sich beide Wege. Verschaffen Sie sich zunächst über kontenvergleich.bafin.de einen neutralen Marktüberblick und stellen Sie anschließend konkrete Angebote in einem Vergleichsrechner gegenüber.
Girokonto wechseln: So gehen Sie vor
Ein vollständiger Kontowechsel dauert je nach Anbieter 2 bis 3 Monate. Der gesetzliche Kontowechselservice überträgt dabei Ihre Daueraufträge und Lastschriften automatisch auf das neue Konto.
Vorbereitung
- Neues Konto eröffnen und freischalten
- Kontowechselservice der neuen Bank nutzen
- Daueraufträge und Lastschriften erfassen
- Arbeitgeber über neue Bankverbindung informieren
Abschluss
- Alle Zahlungspartner auf das neue Konto umstellen
- Online-Banking und App einrichten
- Karten und PIN aktivieren
- Altes Konto erst nach 2 bis 3 Monaten kündigen
Der Kontowechselservice ist im Zahlungskontengesetz geregelt; beide Banken müssen Sie beim Übertrag der Zahlungsdaten unterstützen.
Girokonten vergleichen
Vergleichen Sie Girokonten direkt nebeneinander – Gebühren, Leistungen und Konditionen auf einen Blick.
Werbung – bei Vertragsabschluss erhalten wir eine Provision. Dies beeinflusst die Neutralität unseres Vergleichs nicht.
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Häufige Fragen zum Girokonto
Wie lange dauert ein Kontowechsel?
Die Kontoeröffnung dauert meist 1 bis 2 Wochen. Der vollständige Wechsel mit Ummeldung aller Zahlungspartner kann 2 bis 3 Monate dauern. Nach dem Zahlungskontengesetz müssen Banken einen Kontowechselservice anbieten, der Daueraufträge und Lastschriften überträgt und Ihnen einen großen Teil der Arbeit abnimmt.
Was ist ein Dispositionskredit (Dispo)?
Ein eingeräumter Überziehungskredit auf dem Girokonto. Sie können Ihr Konto bis zu einem vereinbarten Betrag überziehen. Das ist bequem, aber teuer: Laut Verbraucherzentrale liegen Dispozinsen je nach Bank bei bis zu 17 Prozent (Stand: Dezember 2025). Die Verbraucherzentrale rät deshalb, den Dispo nur kurzfristig zu nutzen und bei dauerhaftem Bedarf auf einen günstigeren Ratenkredit umzuschulden.
Was ist der BaFin-Kontenvergleich?
Eine gesetzlich vorgeschriebene, kostenlose Vergleichswebsite der Finanzaufsicht BaFin unter kontenvergleich.bafin.de. Sie ging im Januar 2025 an den Start und listete zu Beginn rund 6.900 Girokonto-Modelle mit Kontoführungsgebühr, Dispozins und Habenzins. Rechtsgrundlage sind die Paragrafen 16 bis 19 des Zahlungskontengesetzes; die Daten melden die Banken selbst. Empfehlungen spricht die BaFin nicht aus.
Kann die Bank mein Girokonto kündigen?
Ja, aber bei laufenden Verträgen in der Regel nur mit Einhaltung einer angemessenen Kündigungsfrist (häufig 2 Monate) und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Ein gesetzlich garantiertes Basiskonto darf die Bank nur unter engen Voraussetzungen kündigen.
Was kostet ein Girokonto in Deutschland?
Viele Direktbanken bieten die Kontoführung ohne monatliche Grundgebühr an, teilweise gekoppelt an einen Mindestgeldeingang. Filialbanken verlangen häufiger eine Grundgebühr. Achten Sie zusätzlich auf Kosten für Bargeldabhebungen im Ausland, Papierauszüge und Fremdwährungseinsätze. Entscheidend ist laut Verbraucherzentrale der Vergleich der Gesamtkosten pro Jahr, nicht nur die Grundgebühr.
Wie ist mein Geld auf dem Girokonto geschützt?
Guthaben bei Banken, die der gesetzlichen Einlagensicherung angehören, sind je Kunde und Bank bis 100.000 Euro geschützt. Grundlage ist das Einlagensicherungsgesetz, beaufsichtigt von der BaFin. Viele Institute gehören zusätzlich freiwilligen Sicherungssystemen an, die über diesen gesetzlichen Mindestschutz hinausgehen.
Habe ich einen Anspruch auf ein Girokonto?
Ja. Nach dem Zahlungskontengesetz hat jede Verbraucherin und jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU Anspruch auf ein Basiskonto, unabhängig von Einkommen oder Schufa-Eintrag. Banken dürfen den Antrag nur in eng begrenzten Ausnahmefällen ablehnen.
Zuletzt aktualisiert: 2. August 2026 · Von der checkeverything.de Redaktion