Private Krankenversicherung für Beamte in Deutschland - PKV mit Beihilfe
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Private Krankenversicherung für Beamte

PKV für Beamte: Wie die Beihilfe und Ihre private Ergänzung zusammenpassen, was sie kostet, wie Sie Tarife vergleichen und in welchen Ländern es die pauschale Beihilfe gibt.

Mindestens 50% Beihilfe
Umstellung ohne neue Gesundheitsprüfung
Anbieter unabhängig vergleichen
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PKV für Beamte: die kurze Antwort

Für die meisten Beamten in Deutschland ist die private Krankenversicherung (PKV) mit Beamtentarif die wirtschaftlichste Wahl. Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe mindestens 50% der Krankheitskosten, die PKV versichert nur den Restanteil. Das hält die Beiträge vergleichsweise niedrig.

Als Beamter stehen Sie vor einer zentralen Entscheidung: privat oder gesetzlich krankenversichern? Weil die Beihilfe genau auf das private System ausgelegt ist, spricht für die meisten Beamten vieles für PKV in Kombination mit Beihilfe - rund 93% der Beamtinnen und Beamten sind privat versichert (PKV-Verband). Wer sich ohne pauschale Beihilfe freiwillig gesetzlich versichert, trägt den GKV-Beitrag weitgehend allein. Eine Ausnahme gilt in den zehn Bundesländern, die inzwischen eine pauschale Beihilfe anbieten oder beschlossen haben - dazu weiter unten mehr.

Gut zu wissen

Anwärtertarife für Beamte auf Widerruf sind auf den Vorbereitungsdienst zugeschnitten und wandeln sich bei der Ernennung automatisch in den vollen Tarif um, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Erkrankungen, die in dieser Phase auftreten, beeinträchtigen die Umstellung nicht.

Dieser Ratgeber erklärt, wie die Beihilfe funktioniert, was die PKV kostet, welches Wechselfenster über die Öffnungsaktion gilt, wie die Abrechnung läuft und für wen die pauschale Beihilfe interessant ist. Den Gesamtüberblick finden Sie in unserem Ratgeber zur privaten Krankenversicherung in Deutschland. Als Beamter profitieren Sie zudem von günstigen Finanzierungskonditionen - mehr dazu in unserem Ratgeber zum Kredit für Beamte.

Das Wichtigste in Kürze

  • +Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn (Bund oder Land) mindestens 50% Beihilfe; die PKV versichert nur den Restanteil
  • +Einstiegsbeiträge bei 50% Beihilfe: von rund 144 Euro (20 Jahre) bis rund 340 Euro (40 Jahre) pro Monat (Check24, Stand Januar 2026); Anwärtertarife liegen meist darunter
  • +Anwärtertarife wandeln sich bei der Ernennung automatisch in den vollen Tarif um, ohne neue Gesundheitsprüfung
  • +Die Beihilfe steigt im Ruhestand meist auf 70%, dadurch sinkt Ihr PKV-Beitrag tendenziell
  • +Öffnungsaktion: In den ersten sechs Monaten nach der Verbeamtung keine Ablehnung und höchstens 30% Risikozuschlag bei teilnehmenden Versicherern
  • +Zehn Bundesländer bieten alternativ die pauschale Beihilfe an oder haben sie beschlossen - die Entscheidung dafür ist unwiderruflich

Das Beihilfe-System für Beamte

Die Beihilfe ist ein Zuschuss, den Ihr Dienstherr zu Ihren Krankheitskosten zahlt. Rechtsgrundlage sind die Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) und die entsprechenden Landesregelungen. Der Prozentsatz hängt von Ihrer Familiensituation ab:

PersonBeihilfePKV-Anteil
Lediger Beamter (oder verheiratet, ohne Kinder)50%50%
Beamter mit zwei oder mehr Kindern70%30%
Berücksichtigungsfähiger Ehepartner70%30%
Berücksichtigungsfähige Kinder80%20%
Versorgungsempfänger (Pensionär)70%30%

Der Satz von 50% gilt für Beamte ohne oder mit einem Kind. Ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern steigt er auf 70% - auch für Beamte auf Lebenszeit. Für Ehe- und Lebenspartner gilt beim Bund zudem eine Einkommensgrenze: Berücksichtigungsfähig ist der Partner nur, wenn sein Jahreseinkommen unter 22.648 Euro liegt (Stand 1. Januar 2026, Bundesverwaltungsamt). Die Länder setzen teils eigene Grenzen.

Hinweis: Beihilfesätze und die genauen Regeln können sich zwischen Bund und den einzelnen Ländern unterscheiden. Prüfen Sie die genauen Bestimmungen Ihres Dienstherrn, zum Beispiel über die BBhV oder die jeweilige Landesbeihilfeverordnung.

Pauschale Beihilfe: die Alternative in zehn Bundesländern

Seit 2018 gibt es in immer mehr Bundesländern einen zweiten Weg, oft "Hamburger Modell" genannt. Bei der pauschalen Beihilfe zahlt der Dienstherr keinen prozentualen Zuschuss zu einzelnen Rechnungen, sondern übernimmt die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrags - wahlweise für die gesetzliche Krankenversicherung oder für eine private Vollversicherung. Für Beamte, die in der GKV bleiben möchten, ändert das die Rechnung grundlegend.

Zehn Bundesländer bieten die pauschale Beihilfe an oder haben ihre Einführung beschlossen (Stand: Juli 2026). Schleswig-Holstein gewährt sie nur bestimmten Gruppen. Beim Bund und in den übrigen Ländern - darunter Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen - gibt es sie nicht:

Hamburg

seit 2018

Brandenburg

seit 2020

Bremen

seit 2020

Thüringen

seit 2020

Berlin

seit 2020

Baden-Württemberg

seit 2023

Niedersachsen

seit 2024

Sachsen

seit 2024

Sachsen-Anhalt

seit 2026

Mecklenburg-Vorpommern

Einführung 2026

Die Entscheidung ist unwiderruflich. Wer die pauschale Beihilfe wählt, kann später nicht in die individuelle Beihilfe zurück - auch dann nicht, wenn die PKV im Alter günstiger wäre. Die Pflegeversicherung ist im Zuschuss nicht enthalten. Rechnen Sie beide Wege durch und prüfen Sie die Regelung Ihres Bundeslandes, bevor Sie sich festlegen.

Ob sich die pauschale Beihilfe für Sie lohnt, hängt von Gesundheit, Familie und Laufbahn ab. Wer über den Verbleib in der gesetzlichen Kasse nachdenkt, findet Orientierung in unserem Krankenkassen-Vergleich.

Laufbahnphasen: vom Anwärter bis zum Pensionär

Ihre Beamtenlaufbahn durchläuft mehrere Phasen - und Ihr PKV-Tarif wächst mit, meist ohne neue Gesundheitsprüfung:

1

Beamter auf Widerruf

Vorbereitungsdienst / Referendariat · Beihilfe 50%

Günstige Anwärtertarife mit Gesundheitsfragen beim Abschluss; bei Vorerkrankungen hilft die Öffnungsaktion (siehe unten)

2

Beamter auf Probe

Nach der Ernennung · Beihilfe 50%

Automatische Umstellung in den regulären Beamtentarif ohne erneute Gesundheitsprüfung

3

Beamter auf Lebenszeit

Nach der Probezeit · Beihilfe 50%

Stabiler Tarif mit Alterungsrückstellungen; interner Tarifwechsel nach § 204 VVG bleibt möglich

4

Versorgungsempfänger

Im Ruhestand · Beihilfe 70%

Die Beihilfe steigt auf 70%, dadurch sinken Ihr PKV-Anteil und meist der Beitrag

Öffnungsaktion: PKV trotz Vorerkrankungen

Vorerkrankungen sind für Beamtenanfänger seltener ein Hindernis, als viele denken. Der Grund ist die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer: Innerhalb der ersten sechs Monate nach der erstmaligen Verbeamtung nehmen teilnehmende Versicherer jeden beihilfeberechtigten Antragsteller an. Maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer, nicht der spätere Versicherungsbeginn.

Keine Ablehnung

Teilnehmende Versicherer dürfen Sie nicht aus Gesundheitsgründen abweisen.

Zuschlag gedeckelt

Risikozuschläge sind auf höchstens 30% des Tarifbeitrags begrenzt.

Keine Ausschlüsse

Leistungsausschlüsse wegen Vorerkrankungen sind nicht erlaubt.

Die Frist ist hart: Wer die sechs Monate verstreichen lässt, durchläuft die normale Risikoprüfung - mit möglichen Zuschlägen ohne Obergrenze oder einer Ablehnung. Welche Unternehmen aktuell teilnehmen, listet der PKV-Verband.

Was kostet die PKV für Beamte?

Die Beiträge hängen von Versicherer, Alter, Gesundheitszustand, Tarif und Ihrem Beihilfesatz ab. Als Orientierung: Der Check24-Vergleich weist für Bundesbeamte mit 50% Beihilfe folgende Einstiegsbeiträge aus (gerundete Werte ohne Vorerkrankungen, Stand: Januar 2026):

EintrittsalterMonatsbeitrag (50% Beihilfe)
20 Jahreab 144 Euro
30 Jahreab 303 Euro
35 Jahreab 320 Euro
40 Jahreab 340 Euro

Anwärtertarife für Beamte auf Widerruf liegen meist deutlich unter diesen Werten. Nach oben ist die Spanne offen: Komfort-Tarife mit Chefarztbehandlung und Einbettzimmer kosten spürbar mehr. Der tatsächliche Beitrag steht erst nach der individuellen Risikoprüfung fest - nutzen Sie ein persönliches Angebot statt einer Schlagzeile.

PKV mit Beihilfe gegenüber freiwilliger GKV

Ein Beamter, der sich ohne pauschale Beihilfe freiwillig gesetzlich versichert, trägt den GKV-Beitrag weitgehend allein - der finanzielle Vorteil der PKV mit Beihilfe ist dann meist erheblich. Anders sieht die Rechnung in den Bundesländern mit pauschaler Beihilfe aus: Dort übernimmt der Dienstherr die Hälfte des GKV-Beitrags.

Einen ausführlichen Vergleich beider Systeme finden Sie in unserem Ratgeber zu PKV oder GKV.

Abrechnung: eine Rechnung, zwei Erstattungen

Als privat versicherter Beamter sind Sie Privatpatient. Arzt, Klinik oder Apotheke stellen Ihnen die Rechnung direkt - und Sie holen sich das Geld von zwei Stellen zurück:

1

Behandlung und Rechnung

Sie erhalten als Privatpatient eine Rechnung vom Arzt, der Klinik oder der Apotheke. Diese Rechnung ist die Grundlage für beide Erstattungen.

2

Rechnung bei der Beihilfestelle einreichen

Sie reichen die Rechnung mit dem Beihilfeantrag bei der Beihilfestelle Ihres Dienstherrn ein. Erstattet wird Ihr Beihilfesatz, zum Beispiel 50%.

3

Rechnung bei der PKV einreichen

Dieselbe Rechnung geht an Ihre private Restkostenversicherung. Sie übernimmt den verbleibenden Anteil im Rahmen des vereinbarten Tarifs.

4

Beide Erstattungen erhalten

Beihilfe und PKV zusammen decken im Idealfall die gesamte Rechnung. Viele Beihilfestellen und Versicherer akzeptieren die Einreichung per App.

Fristen beachten: Für Beihilfeanträge gelten Ausschlussfristen nach der jeweiligen Beihilfeverordnung. Wer Rechnungen zu spät einreicht, verliert den Anspruch auf den Beihilfeanteil.

Vorteile der PKV für Beamte

Niedrigere Beiträge als reguläre PKV

Da die Beihilfe bereits mindestens 50% der Kosten übernimmt, versichert die private Ergänzung nur den Restanteil. Das hält den Beitrag vergleichsweise niedrig.

Keine erneute Gesundheitsprüfung bei Ernennung

Anwärtertarife wandeln sich bei der Ernennung automatisch in den vollen Beamtentarif um, ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Alterungsrückstellungen ab dem ersten Tag

Ein früher Start bildet Alterungsrückstellungen, die den Beitrag im Alter stabiler halten.

Schutz bis in den Ruhestand

Der Vertrag läuft in der Pension weiter. Die Beihilfe steigt im Ruhestand meist auf 70%, der nötige PKV-Anteil sinkt entsprechend.

Bessere Leistungen als GKV, je nach Tarif

Je nach Tarif erhalten Sie Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer und oft kürzere Wartezeiten auf Termine.

Optionale Zusatzbausteine

Zahnzusatz, Heilpraktikerleistungen, Privatklinik-Komfort und höhere Krankentagegelder lassen sich bei den meisten Basistarifen ergänzen.

Risiken und wie Sie damit umgehen

Sie werden nicht in das Beamtenverhältnis übernommen

Wird das Beamtenverhältnis nicht dauerhaft, ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in vielen Fällen möglich, etwa über eine neue versicherungspflichtige Anstellung. Eine Einzelfallprüfung ist nötig.

Wichtig

Der Tarif passt nicht zu Ihrem Beihilfesatz

Der PKV-Tarif muss genau Ihren Beihilfeanteil abbilden (zum Beispiel 50%). Eine Abweichung kann zu Unter- oder Überversicherung führen.

Wichtig

Während des Referendariats treten Erkrankungen auf

Sie wirken sich nicht auf den bestehenden PKV-Vertrag oder die spätere automatische Umstellung in den vollen Tarif aus.

Sie haben einen zu teuren Tarif gewählt

Ein interner Tarifwechsel nach § 204 VVG beim selben Versicherer kann den Beitrag senken, ohne die Alterungsrückstellungen zu verlieren.

Fristen für Beihilfeanträge werden versäumt

Für Beihilfeanträge gelten Ausschlussfristen nach der jeweiligen Beihilfeverordnung. Reichen Sie Rechnungen zeitnah ein, sonst verfällt der Anspruch auf den Beihilfeanteil.

Noch ein Hinweis: Als Beamter erhalten Sie häufig günstige Finanzierungskonditionen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Beamtenkredit-Vergleich und im Kreditkarten-Vergleich.

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Häufige Fragen zur PKV für Beamte

Müssen Beamte in die PKV oder können sie in der GKV bleiben?

Eine Pflicht zur PKV gibt es nicht, doch für die meisten Beamten ist die private Krankenversicherung mit Beamtentarif die wirtschaftlichere Wahl. Der Dienstherr trägt über die Beihilfe mindestens 50% der Krankheitskosten, die PKV versichert nur den Restanteil. Wer sich ohne pauschale Beihilfe freiwillig gesetzlich versichert, zahlt den GKV-Beitrag weitgehend allein. Zehn Bundesländer bieten inzwischen eine pauschale Beihilfe an oder haben sie beschlossen: Dort übernimmt der Dienstherr die Hälfte des GKV-Beitrags, was die Rechnung zugunsten der GKV verschieben kann. Ein unabhängiger Vergleich sollte Vorerkrankungen, Familienplanung und das eigene Bundesland berücksichtigen.

Wann sollte ich als neuer Beamter in die PKV wechseln?

Regeln Sie den Schutz möglichst innerhalb der ersten sechs Monate nach der erstmaligen Verbeamtung. In diesem Zeitraum gilt die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer: Teilnehmende Unternehmen dürfen Sie nicht aus Gesundheitsgründen ablehnen, Risikozuschläge sind auf höchstens 30% begrenzt und Leistungsausschlüsse nicht erlaubt. Danach läuft die normale Risikoprüfung mit Gesundheitsfragen, die Annahme und Beitrag beeinflussen können. Die spätere Umstellung vom Anwärter- in den vollen Beamtentarif erfolgt beim selben Versicherer ohne neue Gesundheitsprüfung.

Was kostet die PKV für Beamte?

Der Beitrag hängt von Versicherer, Alter, Gesundheitszustand, gewähltem Tarif und Ihrem Beihilfesatz ab. Im Check24-Vergleich beginnen Beamtentarife bei 50% Beihilfe je nach Alter bei rund 144 Euro (20 Jahre) bis 340 Euro (40 Jahre) im Monat (gerundete Werte ohne Vorerkrankungen, Stand Januar 2026). Anwärtertarife liegen meist deutlich darunter. Verbindlich wird der Beitrag erst nach der individuellen Risikoprüfung, nutzen Sie daher stets ein persönliches Angebot statt einer Schlagzeile.

Wie funktioniert die Beihilfe?

Die Beihilfe ist ein Zuschuss, den Ihr Dienstherr (Bund oder Land) zu Ihren Krankheitskosten zahlt. Rechtsgrundlage sind die Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) und die entsprechenden Landesregelungen. Ein lediger Beamter erhält in der Regel 50%, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70%. Berücksichtigungsfähige Ehepartner erhalten 70%, Kinder 80%. Die PKV versichert den verbleibenden Prozentsatz.

Was passiert mit meiner PKV im Ruhestand?

Ihre PKV läuft mit denselben Leistungen weiter. Ihr Beihilfesatz steigt im Ruhestand meist auf 70%, dadurch sinkt der von der PKV getragene Anteil und damit oft Ihr Beitrag. Ein neuer Vertrag ist nicht nötig.

Können auch meine Familienangehörigen in die PKV?

Eine Familienversicherung wie in der GKV gibt es in der PKV nicht. Jede Person benötigt einen eigenen Vertrag. Der Vorteil: berücksichtigungsfähige Ehepartner erhalten 70% Beihilfe und Kinder 80%, dadurch sind die PKV-Beiträge für Familienangehörige oft niedrig. Beim Bund ist ein Ehe- oder Lebenspartner allerdings nur berücksichtigungsfähig, wenn sein Einkommen unter 22.648 Euro im Jahr liegt (Stand 1. Januar 2026); die Länder setzen teils eigene Grenzen.

Was gilt, wenn ich den Beamtenstatus dauerhaft aufgebe?

Bei dauerhaftem Ausscheiden endet Ihr Anspruch auf Beihilfe. Sie benötigen dann eine PKV-Vollversicherung oder unter bestimmten Bedingungen eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Die Regeln hängen von Alter, Einkommen und Situation ab, holen Sie vor der Entscheidung fachlichen Rat ein.

Gibt es Wartezeiten für Leistungen?

Für Unfälle gelten in der Regel keine Wartezeiten. Bei Krankheit sind allgemeine Wartezeiten bis zu drei Monaten und besondere Wartezeiten bis zu acht Monaten üblich, je nach Leistung und Versicherer. Leistungen rund um Entbindung haben meist eine Wartezeit von etwa acht Monaten. Prüfen Sie die genauen Bedingungen in den Tarifunterlagen.

Was ist eine Öffnungsaktion für Beamte?

Bei der Öffnungsaktion nehmen teilnehmende private Krankenversicherer Beamtenanfänger innerhalb der ersten sechs Monate nach der erstmaligen Verbeamtung ohne Ablehnung auf. Risikozuschläge sind auf höchstens 30% des Beitrags begrenzt, Leistungsausschlüsse wegen Vorerkrankungen sind nicht erlaubt. Maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer. Eine Liste der teilnehmenden Unternehmen führt der PKV-Verband.

Was ist die pauschale Beihilfe?

Die pauschale Beihilfe ist ein Zuschuss des Dienstherrn von 50% zum Beitrag der gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung. Zehn Bundesländer bieten sie an oder haben ihre Einführung beschlossen, darunter Hamburg, Berlin, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen; beim Bund gibt es sie nicht. Sie ersetzt die individuelle Beihilfe zu einzelnen Rechnungen. Wichtig: Die Entscheidung ist unwiderruflich, und die Pflegeversicherung ist im Zuschuss nicht enthalten.

Quellen und Referenzen

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2026 | Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Beratung.