Bis zu 30% günstiger als Haushaltsstrom

Wärmepumpenstrom 2026:
§14a EnWG-Rabatte nutzen

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§14a EnWG: Günstigerer Strom für Wärmepumpen

Seit Januar 2024 sind Wärmepumpen, Wallboxen und Batteriespeicher als "steuerbare Verbrauchseinrichtungen" nach §14a EnWG klassifiziert. Das bedeutet: Der Netzbetreiber kann bei Netzüberlastung die Leistung temporär auf 4,2 kW begrenzen. Im Gegenzug erhalten Sie günstigere Netzentgelte.

Wichtig zu wissen

Ihre Wärmepumpe wird niemals abgeschaltet. Bei Netzüberlastung wird nur die Leistung gedrosselt ("Dimming"). Der Kompressor läuft weiter, nur der elektrische Heizstab kann eingeschränkt werden. In der Praxis kommt dies sehr selten vor.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a

EinrichtungLeistungMeldepflicht
Wärmepumpenab 4,2 kWJa, beim Netzbetreiber
Wallboxen (E-Auto)ab 4,2 kWJa, beim Netzbetreiber
Batteriespeicherab 4,2 kWJa, beim Netzbetreiber
Klimaanlagenab 4,2 kWJa, beim Netzbetreiber
NachtspeicherheizungenalleJa (Bestandsschutz möglich)

Modul 1 vs. Modul 2: Welches ist besser?

Modul 1: Pauschale Ermäßigung
110-190€/Jahr pauschal
Voraussetzung:
Kein separater Zähler nötig
Für:
Alle Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeicher
Empfehlung:
Bei Verbrauch unter 4.000 kWh oder ohne separaten Zähler
Vorteile:
  • + Einfach, keine zusätzliche Technik
  • + Sofortige Ersparnis
  • + Keine Zählerkosten
Nachteile:
  • - Geringere Ersparnis bei hohem Verbrauch
Modul 2: Prozentuale Ermäßigung
60% der Netzentgelte
Voraussetzung:
Separater Zähler erforderlich
Für:
Wärmepumpen mit hohem Verbrauch
Empfehlung:
Bei Verbrauch über 4.000 kWh - maximale Ersparnis
Vorteile:
  • + Höchste Ersparnis bei hohem Verbrauch
  • + Bis zu 400€+ Ersparnis/Jahr
Nachteile:
  • - Separater Zähler nötig (Kosten ca. 200-500€)
  • - Technischer Aufwand

Wärmepumpentypen: Effizienz und Stromverbrauch

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Verbreitung: 75%
COP 3,0 - 4,5
3.000 - 6.000 kWh/Jahr
Vorteile
  • + Günstigste Installation
  • + Überall einsetzbar
  • + Einfache Nachrüstung
Nachteile
  • - Höherer Verbrauch im Winter
  • - Geräuschentwicklung
  • - Geringere Effizienz bei Kälte
Eignung

Neubau, gut gedämmter Altbau, Einfamilienhäuser

Kosten: 12.000 - 20.000€

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)

Verbreitung: 20%
COP 4,0 - 5,5
2.500 - 4.500 kWh/Jahr
Vorteile
  • + Höhere Effizienz
  • + Konstante Temperaturquelle
  • + Leiser Betrieb
Nachteile
  • - Hohe Installationskosten
  • - Erdarbeiten/Bohrung nötig
  • - Nicht überall möglich
Eignung

Neubau mit Garten, großes Grundstück

Kosten: 18.000 - 30.000€

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Verbreitung: 5%
COP 5,0 - 6,0
2.000 - 4.000 kWh/Jahr
Vorteile
  • + Höchste Effizienz
  • + Konstante Wassertemperatur
  • + Kühlung im Sommer
Nachteile
  • - Grundwasser erforderlich
  • - Genehmigungspflichtig
  • - Wartungsintensiver
Eignung

Nur bei geeignetem Grundwasser, Neubau

Kosten: 20.000 - 35.000€

Luft-Luft-Wärmepumpe (Klimaanlage)

Verbreitung: <1%
COP 3,5 - 4,5
1.500 - 3.000 kWh/Jahr
Vorteile
  • + Günstig
  • + Kühlung im Sommer
  • + Einfache Installation
Nachteile
  • - Keine Warmwasserbereitung
  • - Nur Luft-Heizung
  • - Trockene Luft
Eignung

Passivhäuser, Zusatzheizung, Ferienhaus

Kosten: 3.000 - 8.000€

Stromverbrauch nach Gebäudetyp

GebäudeWärmebedarfStromverbrauchStromkosten*Empfohlene WP
Passivhaus (100 m²)15 kWh/m²1.500 - 2.500 kWh/Jahr400 - 650€/JahrLuft-Wasser oder Luft-Luft
Niedrigenergiehaus KfW 40 (120 m²)30 kWh/m²2.500 - 4.000 kWh/Jahr650 - 1.040€/JahrLuft-Wasser
Neubau nach EnEV (140 m²)50 kWh/m²4.000 - 6.000 kWh/Jahr1.040 - 1.560€/JahrLuft-Wasser oder Sole-Wasser
Sanierter Altbau (150 m²)80 kWh/m²5.500 - 8.000 kWh/Jahr1.430 - 2.080€/JahrSole-Wasser (bessere Effizienz)
Unsanierter Altbau (150 m²)150 kWh/m²10.000 - 14.000 kWh/Jahr2.600 - 3.640€/JahrNicht empfohlen ohne Sanierung

*Bei 26 Cent/kWh (mit §14a-Rabatt), basierend auf Luft-Wasser-WP mit COP 3,5

Konkrete Ersparnis-Beispiele durch §14a

VerbrauchOhne RabattModul 1Modul 2Empfehlung
3.000 kWh780€620€ (Ersparnis: 160€)598€ (Ersparnis: 182€)Modul 1 (einfacher)
5.000 kWh1.300€1.140€ (Ersparnis: 160€)997€ (Ersparnis: 303€)Modul 2 (höhere Ersparnis)
8.000 kWh2.080€1.920€ (Ersparnis: 160€)1.595€ (Ersparnis: 485€)Modul 2 (deutlich günstiger)
12.000 kWh3.120€2.960€ (Ersparnis: 160€)2.393€ (Ersparnis: 727€)Modul 2 (maximal sparen)

Wärmepumpe optimieren: Noch mehr sparen

Richtige Vorlauftemperatur einstellen

5-15%

Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter die Wärmepumpe. 35°C für Fußbodenheizung optimal.

Hydraulischen Abgleich durchführen

5-10%

Gleichmäßige Wärmeverteilung erhöht die Effizienz. Oft mit Förderung (BAFA).

Smart Home Integration

10-20%

Intelligente Steuerung nutzt günstige Stromzeiten und optimiert nach Wetterdaten.

PV-Anlage kombinieren

30-50%

Eigener Solarstrom für die Wärmepumpe reduziert Stromkosten drastisch.

Warmwasser mit Wärmepumpe

vs. Durchlauferhitzer: 60%

Warmwasserbereitung über Wärmepumpe ist wesentlich effizienter als elektrisch.

Regelmäßige Wartung

5-10%

Jährliche Wartung hält die Effizienz hoch. Kosten: ca. 150-250€/Jahr.

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Transparenzhinweis: Dieser Vergleichsrechner wird von Check24 bereitgestellt. Bei einem Vertragsabschluss erhalten wir eine Provision. Der Preis für Sie bleibt selbstverständlich gleich.

Häufig gestellte Fragen zu Wärmepumpenstrom

Was ist §14a EnWG und wie profitiere ich davon?

Der §14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) ermöglicht günstigere Stromtarife für "steuerbare Verbrauchseinrichtungen" wie Wärmepumpen. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber bei Netzüberlastung die Leistung temporär auf 4,2 kW begrenzen. Dafür erhalten Sie entweder eine Pauschale (110-190€) oder 60% Rabatt auf die Netzentgelte.

Wird meine Wärmepumpe durch §14a abgeschaltet?

Nein! Die Wärmepumpe wird nie komplett abgeschaltet. Bei Netzüberlastung (kommt sehr selten vor) wird nur die Leistung auf 4,2 kW "gedimmt". Der Kompressor läuft weiter, nur der elektrische Heizstab kann eingeschränkt werden. Ihre Wohnung bleibt warm.

Modul 1 oder Modul 2 - was ist günstiger?

Das hängt von Ihrem Verbrauch ab. Faustregel: Unter 4.000 kWh/Jahr lohnt sich Modul 1 (pauschale Ermäßigung). Über 4.000 kWh/Jahr ist Modul 2 (60% Netzentgelt-Rabatt) günstiger. Bei 8.000 kWh sparen Sie mit Modul 2 etwa 485€/Jahr statt 160€ mit Modul 1.

Brauche ich einen separaten Stromzähler?

Für Modul 1 nicht. Für Modul 2 (höhere Ersparnis) ist ein separater Zähler für die Wärmepumpe erforderlich. Die Installation kostet einmalig 200-500€, amortisiert sich aber bei hohem Verbrauch innerhalb eines Jahres.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?

Der Verbrauch hängt von Gebäudegröße, Dämmung und Wärmepumpentyp ab. Typische Werte: Niedrigenergiehaus 120 m²: 2.500-4.000 kWh/Jahr. Sanierter Altbau 150 m²: 5.500-8.000 kWh/Jahr. Ein COP (Coefficient of Performance) von 4 bedeutet: 1 kWh Strom erzeugt 4 kWh Wärme.

Ist Wärmepumpenstrom günstiger als normaler Haushaltsstrom?

Ja, spezielle Wärmepumpenstrom-Tarife sind 10-30% günstiger als normale Haushaltstarife. Mit §14a EnWG-Rabatt (Modul 2) können Sie zusätzlich 60% der Netzentgelte sparen. Zusammen bedeutet das oft 25-35% Ersparnis gegenüber Haushaltsstrom.

Welche Wärmepumpe ist am sparsamsten?

Wasser-Wasser-Wärmepumpen haben den besten COP (5-6), aber hohe Installationskosten. Sole-Wasser (Erdwärme) erreicht COP 4-5,5. Luft-Wasser ist am günstigsten in der Anschaffung, hat aber den niedrigsten COP (3-4,5) und höheren Stromverbrauch im Winter.

Kann ich die Wärmepumpe mit einer PV-Anlage kombinieren?

Absolut, das ist die optimale Kombination! Mit einer PV-Anlage können Sie 30-50% des Wärmepumpenstroms selbst erzeugen. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch weiter. So senken Sie Ihre Heizkosten drastisch und machen sich unabhängiger vom Strompreis.

Fazit: Wärmepumpenstrom lohnt sich

Mit dem §14a EnWG können Wärmepumpen-Besitzer erheblich bei den Stromkosten sparen. Bei einem typischen Verbrauch von 6.000 kWh sind Einsparungen von 300-400€ pro Jahr möglich. Modul 2 lohnt sich besonders bei hohem Verbrauch, erfordert aber einen separaten Zähler.

Unser Tipp: Kombinieren Sie den Wärmepumpenstrom-Tarif mit einer PV-Anlage. So können Sie 30-50% des Stroms selbst erzeugen und werden unabhängiger vom Strompreis. Die optimierte Vorlauftemperatur und ein hydraulischer Abgleich sparen zusätzlich.