Depot Vergleich 2026

Depot Vergleich 2026

Online Broker vergleichen: Ordergebühren, Depotkosten und ETF-Sparpläne im unabhängigen Überblick

Ordergebühren ab 0 €
Kostenlose Depotführung
2.500+ ETF-Sparpläne
Unabhängiger Vergleich

Kurz gesagt: Das beste Depot ist das mit den niedrigsten Gesamtkosten für Ihr Anlageverhalten. Reine Online Broker (Neobroker) wie Trade Republic, Scalable Capital oder finanzen.net zero bieten 2026 eine kostenlose Depotführung und Ordergebühren ab 0 €. Klassische Direktbanken wie ING, Consorsbank und comdirect kosten zwar etwas mehr pro Order, bieten dafür mehr Handelsplätze, Service und Analysetools. Wer langfristig per ETF-Sparplan investiert, fährt mit einem kostenlosen Neobroker am günstigsten.

Das Wichtigste in Kürze

  • +Kostenlose Depotführung bei den meisten Online Brokern (0 € pro Jahr)
  • +Ordergebühren ab 0 € (Neobroker) bis ca. 5 € + Provision (Direktbanken)
  • +ETF-Sparpläne oft kostenlos, schon ab 1 € monatlicher Rate möglich
  • +Depotwechsel ist gesetzlich kostenlos (BGH-Urteil), dauert 1 bis 3 Wochen
  • +Steuer: 25 % Abgeltungsteuer + Soli; Freibetrag 1.000 € pro Person

Was ist ein Wertpapierdepot?

Ein Wertpapierdepot ist ein Konto, über das Sie Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und andere Wertpapiere kaufen, verkaufen und verwahren können. Es funktioniert ähnlich wie ein Girokonto für Ihren Zahlungsverkehr, nur eben für Wertpapiere. Welche Anbieter in Deutschland Depots führen dürfen, regelt das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG); die Aufsicht übernimmt die BaFin.

In Deutschland bieten sowohl Filialbanken als auch Online Broker Depots an. Der wesentliche Unterschied liegt in den Kosten: Während Filialbanken häufig Depotführungsgebühren und hohe Orderprovisionen verlangen, bieten moderne Online Broker kostenlose Depotführung und Ordergebühren ab 0 € an. Eine neutrale Übersicht zur Depotauswahl bietet auch die Verbraucherzentrale.

Für den langfristigen Vermögensaufbau, etwa über ETF-Sparpläne, ist die Wahl des richtigen Depots entscheidend. Schon geringe Gebührenunterschiede wirken sich über Jahre hinweg erheblich auf Ihre Rendite aus. Bei einer Anlagesumme von 50.000 € und einer jährlichen Gebührendifferenz von 0,5 % ergibt sich über 20 Jahre ein Unterschied von mehreren Tausend Euro.

Online Broker im Vergleich 2026

Trade Republic

Häufig gewählt
Depotgebühr0 €
Orderkosten1 € pro Order
ETF-Sparpläne2.400+
BesonderheitenApp-basiert, ETF-Sparpläne kostenlos

Scalable Capital

Depotgebühr0 € (Free) / 4,99 €/Monat (Prime+)
OrderkostenAb 0,99 € (Free) / 0 € (Prime+)
ETF-Sparpläne2.500+
BesonderheitenFlatrate-Modell, Robo-Advisor

finanzen.net zero

Depotgebühr0 €
Orderkosten0 € (ab 500 € Ordervolumen)
ETF-Sparpläne1.500+
BesonderheitenKeine Ordergebühren ab 500 € Volumen

ING

Depotgebühr0 €
Orderkosten4,90 € + 0,25 % (max. 69,90 €)
ETF-Sparpläne1.100+
BesonderheitenVollbank, telefonischer Service

Consorsbank

Depotgebühr0 €
Orderkosten4,95 € + 0,25 % (max. 69,95 €)
ETF-Sparpläne1.800+
BesonderheitenViele Handelsplätze, Young Trader

comdirect

Depotgebühr0 € (3 Jahre, danach mit Aktivität)
Orderkosten3,90 € (12 Monate), danach 4,90 € + 0,25 %
ETF-Sparpläne1.700+
BesonderheitenCommerzbank-Tochter, umfassende Tools

Stand: Juni 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Konditionen können sich ändern. Bitte prüfen Sie die aktuellen Bedingungen auf der Website des jeweiligen Anbieters.

Depot-Kosten: Worauf sollten Sie achten?

Ordergebühren

Die Ordergebühren fallen bei jedem Kauf und Verkauf von Wertpapieren an. Neobroker berechnen zwischen 0 und 1 € pro Order. Klassische Broker arbeiten häufig mit einem Modell aus Grundgebühr plus prozentualer Provision (z. B. 4,90 € + 0,25 % des Ordervolumens).

Rechenbeispiel: Bei 10 Orders pro Monat sparen Sie mit einem Neobroker (1 €/Order) gegenüber einem klassischen Broker (ca. 10 €/Order) rund 1.080 € im Jahr.

Depotführungsgebühren

Die meisten Online Broker verzichten auf Depotführungsgebühren. Bei Filialbanken und einigen Direktbanken fallen jedoch 12 bis 50 € pro Jahr an. Achten Sie darauf, ob die kostenlose Depotführung an Bedingungen geknüpft ist, etwa eine Mindestanzahl an Trades pro Quartal.

Tipp: Prüfen Sie, ob die Gratis-Bedingungen zu Ihrem Handelsverhalten passen, sonst wird es teuer.

Spreads und Handelsplatzgebühren

Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Neobroker handeln oft nur über einen Handelsplatz (z. B. LS Exchange, gettex), was insbesondere außerhalb der Xetra-Handelszeiten (9:00 bis 17:30 Uhr) zu höheren Spreads führen kann. Klassische Broker bieten Zugang zu mehreren Börsen.

Handeln Sie größere Beträge (ab 5.000 €) möglichst während der Xetra-Öffnungszeiten, um Spread-Kosten zu minimieren.

ETF-Sparplan-Kosten

Viele Broker bieten kostenlose ETF-Sparpläne an. Achten Sie auf die Ausführungsgebühr (0 bis 1,5 % pro Sparrate) und die Auswahl an sparplanfähigen ETFs. Trade Republic und Scalable Capital führen Sparpläne komplett kostenlos aus, während Filialbanken bis zu 2,5 % berechnen können.

Bei 200 € monatlicher Sparrate und 1,5 % Gebühr zahlen Sie 36 € pro Jahr nur für Ausführungsgebühren, bei einem kostenlosen Broker: 0 €.

Depot für Anfänger und für erfahrene Anleger

Für Einsteiger

Einfach und günstig starten

  • +
    Intuitive App: Einfache Benutzeroberfläche ohne Fachjargon
  • +
    ETF-Sparpläne ab 1 €: Niedrige Einstiegshürde, kostenlose Ausführung
  • +
    Keine Grundgebühren: Kein Risiko, wenn Sie wenig handeln
  • +
    Lernmaterialien: Viele Broker bieten Tutorials und einen Wissensbereich
Geeignet: Trade Republic, Scalable Capital, ING

Für Erfahrene

Profi-Tools und breites Angebot

  • +
    Mehrere Handelsplätze: Xetra, Tradegate, NYSE, NASDAQ und mehr
  • +
    Analysetools: Charts, Screener, Realtime-Kurse, Limit-Orders
  • +
    Breites Produktangebot: Aktien, ETFs, Optionsscheine, Zertifikate, Anleihen
  • +
    OTC-Handel: Außerbörslicher Direkthandel mit Emittenten
Geeignet: Consorsbank, comdirect, ING

ETF-Depot aufbauen: Schritt für Schritt

1

Depot eröffnen

Wählen Sie einen Broker mit kostenloser Depotführung und günstigen ETF-Sparplänen. Die Eröffnung dauert online 10 bis 15 Minuten inklusive Video-Ident.

2

Anlagestrategie festlegen

Bestimmen Sie Ihren Anlagehorizont (mindestens 10 Jahre empfohlen) und Ihre Risikobereitschaft. Ein breit gestreuter Welt-ETF (z. B. auf den MSCI World oder FTSE All-World) ist für die meisten Anleger ein solider Einstieg.

3

ETF auswählen

Achten Sie auf eine niedrige Gesamtkostenquote (TER unter 0,3 %), ausreichendes Fondsvolumen (ab 100 Mio. €) und ob der ETF thesaurierend (Erträge werden wiederangelegt) oder ausschüttend ist.

4

Sparplan einrichten

Legen Sie eine monatliche Sparrate fest (z. B. 50, 100 oder 200 €). Die meisten Broker führen ETF-Sparpläne am 1. oder 15. des Monats kostenlos aus.

5

Freistellungsauftrag einrichten

Richten Sie einen Freistellungsauftrag über 1.000 € (Singles) bzw. 2.000 € (Ehepaare) ein, damit Erträge bis zu dieser Grenze steuerfrei bleiben.

6

Langfristig investiert bleiben

Der wichtigste Schritt: Bleiben Sie bei Kursrückgängen investiert. Historisch hat der MSCI World über lange Anlagezeiträume eine positive Rendite erzielt. Zeit im Markt schlägt Market-Timing.

Steuern im Depot: Abgeltungsteuer und Freibetrag

Kursgewinne, Dividenden und Zinsen aus Ihrem Depot zählen zu den Kapitalerträgen. Auf sie fällt die Abgeltungsteuer von 25 % an, dazu kommen 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ohne Kirchensteuer ergibt sich eine Gesamtbelastung von rund 26,375 %. Der deutsche Broker führt diese Steuer in der Regel automatisch an das Finanzamt ab.

Den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person beziehungsweise 2.000 € bei zusammenveranlagten Ehepaaren legt das Bundesministerium der Finanzen fest. Erträge bis zu dieser Grenze bleiben steuerfrei, wenn Sie bei Ihrem Broker einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe einrichten. Verteilen Sie den Freibetrag bei mehreren Depots passend, damit der Vorteil voll genutzt wird.

Praxisnahe und unabhängige Hinweise zur Besteuerung von Wertpapieren finden Sie unter anderem bei Finanztip. Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

Depot wechseln: So funktioniert der Depotübertrag

Ein Depotübertrag ist in Deutschland gesetzlich geregelt und für Verbraucher kostenlos. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Banken für den Übertrag keine Gebühren erheben dürfen (BGH, Urteil vom 30.11.2004, Az. XI ZR 200/03).

Der Ablauf ist unkompliziert: Sie eröffnen ein Depot beim neuen Broker und beauftragen dort den Übertrag. Der neue Broker kontaktiert die abgebende Bank und veranlasst die Umbuchung Ihrer Wertpapiere. Dieser Vorgang dauert in der Regel 1 bis 3 Wochen für inländische Wertpapiere. Bei ausländischen Wertpapieren kann der Übertrag 4 bis 6 Wochen in Anspruch nehmen.

Wichtig beim Depotübertrag

  • 1.Während des Übertrags können Sie die betroffenen Wertpapiere nicht handeln. Planen Sie gegebenenfalls einen Teilübertrag.
  • 2.Prüfen Sie vorab, ob der neue Broker alle Ihre Wertpapiere führen kann (z. B. Bruchstücke aus Sparplänen, exotische Wertpapiere).
  • 3.Anschaffungsdaten (Kaufkurse, Kaufdatum) werden mitübertragen. Das ist wichtig für die korrekte Besteuerung beim späteren Verkauf.
  • 4.Kündigen Sie das alte Depot erst, wenn alle Wertpapiere vollständig übertragen sind.

Häufige Fragen zum Depot Vergleich

Finden Sie das passende Depot für Ihre Anlagestrategie

Vergleichen Sie Online Broker und profitieren Sie von kostenloser Depotführung und günstigen Ordergebühren

Zum Broker-Vergleich
Unabhängiger Vergleich
Transparente Kosten
Aktuell 2026

Weitere Finanz-Vergleiche

Zuletzt aktualisiert:

Quellen und Referenzen