Was ist SCHUFA-Score?
Kurz erklärt
Der SCHUFA-Score ist ein Punktwert zwischen 0 und 100%, der die statistische Wahrscheinlichkeit angibt, dass eine Person ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllt. Er wird von der SCHUFA Holding AG berechnet und von Banken, Vermietern und Unternehmen zur Bonitätsprüfung verwendet.
Definition im Detail
Der SCHUFA-Score (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist ein statistisches Verfahren zur Bewertung der Kreditwürdigkeit von Privatpersonen in Deutschland. Die SCHUFA Holding AG sammelt Daten von über 10.000 Vertragspartnern und berechnet daraus Wahrscheinlichkeitswerte.
Der Score gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Person ihre Zahlungsverpflichtungen vertragsgemäß erfüllen wird. Ein Score von 97% bedeutet beispielsweise, dass statistisch gesehen 97 von 100 Personen mit vergleichbaren Daten ihre Kredite ordnungsgemäß bedienen.
Arten von SCHUFA-Scores
Basisscore (0-100%)
Der Basisscore ist branchenübergreifend und wird für die kostenlose Selbstauskunft verwendet. Er gibt eine allgemeine Einschätzung Ihrer Bonität wieder und wird täglich aktualisiert.
Branchenscores
Für verschiedene Branchen (Banken, Telekommunikation, Versandhandel) berechnet die SCHUFA spezialisierte Scores mit unterschiedlichen Gewichtungen. Diese sind nicht öffentlich einsehbar.
SCHUFA-Score Bewertungsstufen
| Score-Bereich | Risikoeinschätzung | Bedeutung für Kredite |
|---|---|---|
| 97,5% - 100% | Sehr geringes Risiko | Beste Konditionen, hohe Zusage-Wahrscheinlichkeit |
| 95% - 97,5% | Geringes Risiko | Gute Konditionen möglich |
| 90% - 95% | Überschaubares Risiko | Kredite möglich, ggf. höhere Zinsen |
| 80% - 90% | Erhöhtes Risiko | Eingeschränkte Kreditoptionen |
| Unter 80% | Hohes bis sehr hohes Risiko | Kreditvergabe unwahrscheinlich |
Was beeinflusst den SCHUFA-Score?
Positive Faktoren
- • Pünktliche Zahlungen aller Verbindlichkeiten
- • Lange, positive Kredithistorie
- • Wenige aktive Kreditanfragen
- • Ordnungsgemäß abgeschlossene Verträge
- • Stabiles Zahlungsverhalten über Jahre
Negative Faktoren
- • Zahlungsausfälle und Mahnungen
- • Inkasso-Verfahren
- • Häufige Kreditanfragen in kurzer Zeit
- • Eidesstattliche Versicherung
- • Privatinsolvenz
Wichtig zu wissen
Folgende Daten werden von der SCHUFA nicht gespeichert oder für die Berechnung verwendet: Einkommen, Vermögen, Beruf, Familienstand, Nationalität oder Religion.
So verbessern Sie Ihren SCHUFA-Score
Kostenlose Selbstauskunft anfordern
Prüfen Sie Ihre SCHUFA-Daten auf Fehler. Falsche Einträge können Sie korrigieren lassen.
Rechnungen pünktlich bezahlen
Mahnungen und Inkasso-Verfahren wirken sich negativ aus. Richten Sie Lastschriften ein.
Ungenutzte Konten und Karten kündigen
Viele offene Kreditlinien können den Score belasten. Reduzieren Sie auf das Notwendige.
Kreditanfragen bündeln
Mehrere Kreditanfragen in kurzer Zeit können negativ wirken. Nutzen Sie Konditionsanfragen.
Häufige Fragen
Was ist ein guter SCHUFA-Score?
Ein guter SCHUFA-Score liegt zwischen 95% und 97,5%. Bei Werten über 97,5% gilt das Ausfallrisiko als sehr gering. Zwischen 90% und 95% besteht ein geringes bis überschaubares Risiko. Werte unter 90% können zu Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe führen.
Wie kann ich meinen SCHUFA-Score verbessern?
Sie können Ihren Score verbessern durch: pünktliche Zahlung aller Rechnungen, Vermeidung häufiger Kreditanfragen, Reduzierung ungenutzter Kreditkarten, Korrektur falscher Einträge und Aufbau einer positiven Kredithistorie durch verantwortungsvollen Umgang mit Krediten.
Wie oft wird der SCHUFA-Score aktualisiert?
Der SCHUFA-Score wird täglich neu berechnet. Änderungen in Ihren Finanzdaten (neue Kredite, Zahlungsverhalten, erledigte Verträge) können sich innerhalb weniger Tage auf den Score auswirken. Die SCHUFA erhält Meldungen von ihren Vertragspartnern in Echtzeit.
Wo kann ich meinen SCHUFA-Score kostenlos einsehen?
Nach Art. 15 DSGVO haben Sie einmal jährlich Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie bei der SCHUFA. Diese können Sie online unter meineschufa.de anfordern. Alternativ gibt es kostenpflichtige Abonnements für regelmäßige Einsicht und Benachrichtigungen.
Welche Daten verwendet die SCHUFA für die Score-Berechnung?
Die SCHUFA verwendet: laufende und abgeschlossene Kredite, Kreditkarten, Girokonten, Mobilfunkverträge, Versandhandelskonten, Zahlungsausfälle und Inkasso-Vorgänge, sowie öffentliche Daten wie Insolvenzen. Einkommen, Vermögen und Beruf werden NICHT berücksichtigt.
Rechtlicher Hinweis
Nach Art. 15 DSGVO haben Sie das Recht auf eine kostenlose Datenkopie pro Jahr. Die SCHUFA muss Ihnen alle über Sie gespeicherten Daten mitteilen. Falsche Einträge können nach Art. 16 DSGVO berichtigt werden. Die SCHUFA unterliegt der Aufsicht durch die Landesdatenschutzbehörden. Stand: Februar 2026.