Baufinanzierung Rechner 2026

Baufinanzierung Rechner
2026: Rate, Tilgung & Bauzinsen berechnen

Wer 2026 eine Immobilie kauft, zahlt je nach Zinsbindung und Bonität rund 3,5 bis 4,4 Prozent Bauzinsen. Bei 300.000 Euro Darlehen und 2 Prozent Anfangstilgung liegt die monatliche Rate aktuell bei rund 1.375 Euro, die Restschuld nach 10 Jahren bei etwa 228.000 Euro.

Geben Sie unten Darlehenssumme, Sollzins, Tilgung und Zinsbindung ein. Der Tilgungsrechner zeigt Ihnen monatliche Rate, Tilgungsplan, Restschuld und Gesamtkosten in Echtzeit.

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Aktuelle Zinsen 2026
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Redaktionell geprüft von der checkeverything.de Redaktion · Stand: 15. Juli 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Bauzinsen Juni 2026: 3,5 - 3,7 % bei 5 Jahren, 3,6 - 4,0 % bei 10 Jahren, 4,0 - 4,4 % bei 20 Jahren Zinsbindung.
  • Eigenkapital-Empfehlung: 20 - 30 % des Kaufpreises plus vollständige Kaufnebenkosten (10 - 15 %).
  • Tilgung: 2 - 3 % Anfangstilgung sind Standard, 1 % verlängert die Laufzeit drastisch und kostet sechsstellige Summen an Zinsen.
  • Grunderwerbsteuer: 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Saarland und Schleswig-Holstein.
  • Sondertilgung: 5 - 10 % der Darlehenssumme pro Jahr kostenlos ist branchenüblich und sollte vertraglich vereinbart sein.

Baufinanzierung berechnen

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EUR

50.000 - 2.000.000 EUR

%

Aktuell ca. 3,5 % - 4,4 % (Juni 2026)

%

Empfohlen: 2 % - 3 %

Laufzeit der Zinsfestschreibung

Baufinanzierung verständlich erklärt

Wer die Grundlagen unabhängig nachlesen möchte, findet bei diesen Stellen ausführliche Ratgeber zur Immobilienfinanzierung.

Aktuelle Bauzinsen 2026

Die Bauzinsen in Deutschland haben sich seit der Niedrigzinsphase normalisiert. In der folgenden Tabelle sehen Sie die aktuellen Zinsspannen, Stand Juni 2026. Einen ausführlichen Ausblick bietet unser Ratgeber zur Zinsprognose 2026.

ZinsbindungZinsspanneTypisch
5 Jahre3,5 % - 3,7 %ca. 3,6 %
10 Jahre3,6 % - 4,0 %ca. 3,8 %
15 Jahre3,9 % - 4,3 %ca. 4,1 %
20 Jahre4,0 % - 4,4 %ca. 4,2 %

Hinweis: Die angegebenen Zinssätze sind Richtwerte und können je nach Beleihungsauslauf, Bonität und Objektwert variieren. Quelle: Deutsche Bundesbank, Zinsstatistik, Stand Juni 2026.

So funktioniert die Baufinanzierung

Die meisten Immobilienkäufer in Deutschland finanzieren ihr Eigenheim über ein sogenanntes Annuitätendarlehen. Das Prinzip dahinter ist einfach: Sie zahlen jeden Monat eine gleichbleibende Rate, die sich aus zwei Teilen zusammensetzt. Ein Teil deckt die Zinsen ab, der andere Teil tilgt Ihre Schulden. Je länger Sie zahlen, desto mehr fließt in die Tilgung.

Zins und Tilgung im Zusammenspiel

Am Anfang der Laufzeit ist der Zinsanteil hoch. Das liegt daran, dass die gesamte Darlehenssumme noch offen ist. Mit jeder Ratenzahlung sinkt die Restschuld, wodurch automatisch weniger Zinsen anfallen. Der Tilgungsanteil steigt dadurch stetig an, obwohl Ihre monatliche Rate gleich bleibt.

Beispiel: Beginn der Laufzeit

Bei 300.000 EUR und 3,5 % Zinsen zahlen Sie im ersten Monat rund 875 EUR Zinsen und etwa 500 EUR Tilgung (bei 2 % Anfangstilgung). Die gesamte Rate beträgt ca. 1.375 EUR.

Beispiel: Nach 10 Jahren

Nach 10 Jahren Tilgung hat sich die Restschuld bereits deutlich reduziert. Der Zinsanteil sinkt, und ein größerer Teil Ihrer gleichbleibenden Rate fließt direkt in den Schuldenabbau.

Volltilgerdarlehen als Alternative

Wer maximale Planungssicherheit möchte, kann ein Volltilgerdarlehen wählen. Dabei zahlen Sie den kompletten Darlehensbetrag innerhalb der Zinsbindung zurück. Die monatliche Rate fällt dadurch höher aus, doch am Ende steht keine Restschuld mehr. Für ein Darlehen von 300.000 EUR mit vollständiger Tilgung in 20 Jahren liegt die Rate bei rund 1.850 EUR monatlich. Das ist spürbar mehr als beim klassischen Annuitätendarlehen, dafür haben Sie danach keine Anschlussfinanzierung mehr nötig.

Grunderwerbsteuer nach Bundesland

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten bei den Kaufnebenkosten. Je nach Bundesland zahlen Sie zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Bei einer Immobilie für 400.000 EUR macht das einen Unterschied von bis zu 12.000 EUR aus.

BundeslandSteuersatz
Bayern3,5 %
Baden-Württemberg5,0 %
Niedersachsen5,0 %
Rheinland-Pfalz5,0 %
Sachsen-Anhalt5,0 %
Thüringen5,0 %
Bremen5,5 %
Hamburg5,5 %
Sachsen5,5 %
Berlin6,0 %
Hessen6,0 %
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %
Brandenburg6,5 %
Nordrhein-Westfalen6,5 %
Saarland6,5 %
Schleswig-Holstein6,5 %

Stand: Juli 2026. Die Steuersätze können sich durch Landesgesetze ändern. Thüringen hat den Satz zum 1. Januar 2024 von 6,5 % auf 5,0 % gesenkt, Bremen ihn zum 1. Juli 2025 von 5,0 % auf 5,5 % erhöht. Maßgeblich ist die aktuelle Regelung Ihres Bundeslandes; die amtlichen Zahlen zur Grunderwerbsteuer veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Destatis).

Die richtige Tilgungsrate wählen

Die Höhe der Tilgung bestimmt zwei Dinge: wie schnell Sie schuldenfrei werden und wie viel Zinsen Sie insgesamt zahlen. Hohe Tilgung spart Geld, belastet aber das Monatsbudget.

1 %

Mindesttilgung

Niedrigste monatliche Rate, aber sehr lange Laufzeit. Oft über 40 Jahre. Die Gesamtzinskosten sind erheblich. Nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Bei 300.000 EUR / 3,5 %: ca. 1.125 EUR/Monat
Empfohlen
2-3 %

Optimale Tilgung

Guter Kompromiss zwischen tragbarer Rate und überschaubarer Laufzeit von 25 bis 35 Jahren. Deutliche Zinsersparnis gegenüber 1 % Tilgung. Die meisten Käufer wählen diesen Bereich.

Bei 300.000 EUR / 3,5 %: ca. 1.375 - 1.625 EUR/Monat
4 %+

Schnelle Tilgung

Schnell schuldenfrei in unter 20 Jahren. Die monatliche Belastung ist hoch, aber Sie sparen am meisten Zinsen. Ideal bei überdurchschnittlichem Einkommen.

Bei 300.000 EUR / 3,5 %: ab 1.875 EUR/Monat

Faustregel: Ihre monatliche Gesamtbelastung für Wohnen (Rate plus Nebenkosten) sollte nicht mehr als 35 % bis 40 % Ihres Nettohaushaltseinkommens betragen. Planen Sie zusätzlich eine finanzielle Reserve für unvorhergesehene Ausgaben ein. Wer seine Finanzierung flexibel gestalten möchte, kann zudem eine Sondertilgungsoption vereinbaren.

Sondertilgung und Flexibilität

Neben der regulären monatlichen Rate bieten die meisten Banken die Möglichkeit, zusätzliche Sondertilgungen zu leisten. Das Prinzip ist simpel: Jeder extra gezahlte Euro reduziert Ihre Restschuld und damit die künftigen Zinskosten. Gerade bei langen Laufzeiten macht das einen spürbaren Unterschied.

Typische Sondertilgungsoptionen

  • +5 % bis 10 % der Darlehenssumme jährlich kostenlos
  • +Einige Anbieter ermöglichen bis zu 100 % Sondertilgung
  • +Tilgungssatzwechsel während der Laufzeit bei manchen Banken
  • +Ratenpausen bei vorübergehenden finanziellen Engpässen

Spareffekt einer Sondertilgung

Bei einem Darlehen von 300.000 EUR, 3,5 % Zinsen und 2 % anfänglicher Tilgung:

Eine jährliche Sondertilgung von 10.000 EUR kann die Gesamtlaufzeit um mehrere Jahre verkürzen. Über die gesamte Laufzeit sparen Sie dadurch mehrere zehntausend Euro an Zinskosten.

Tipp: Achten Sie bei der Anbieterauswahl auf möglichst flexible und kostenlose Sondertilgungsoptionen. Einen allgemeinen Kreditvergleich finden Sie in unserem Kredit Vergleich Ratgeber.

Staatliche Förderung 2026: Günstiger finanzieren

Der Staat unterstützt den Erwerb von Wohneigentum auf mehreren Wegen. Neben den bekannten KfW-Programmen gibt es weitere Fördermöglichkeiten, die viele Käufer gar nicht kennen. Wer alle Optionen nutzt, kann seine Finanzierungskosten deutlich senken. Ausführliche Details zu den KfW-Programmen finden Sie auch in unserem KfW-Förderung Ratgeber.

KfW 297/298: Klimafreundlicher Neubau

  • +Bis zu 100.000 EUR pro Wohneinheit, mit QNG-Zertifikat bis 150.000 EUR
  • +Günstige Zinsen unter Marktniveau
  • +Für Effizienzhaus 40 und Effizienzhaus 40 Plus
  • +Förderung über den günstigen Zins, kein Tilgungszuschuss

KfW 261: Energetische Sanierung

  • +Bis zu 150.000 EUR Kreditbetrag
  • +Tilgungszuschuss je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard
  • +Einzelmaßnahmen oder Komplettsanierung förderbar
  • +Kombination mit einem Modernisierungskredit möglich

Wichtig: KfW-Fördermittel müssen vor Beginn der Baumaßnahme beantragt werden. Lassen Sie sich rechtzeitig von Ihrer Hausbank oder einem unabhängigen Finanzberater über die verfügbaren Programme beraten. Die Förderkonditionen können sich im Laufe des Jahres ändern. Für die Sanierungsförderung (KfW 261) ist der Fördertopf 2026 begrenzt, eine frühe Antragstellung lohnt sich daher.

Anschlussfinanzierung und Forward-Darlehen

Was passiert, wenn Ihre Zinsbindung ausläuft? Dann steht die Restschuld noch offen und Sie brauchen eine Anschlussfinanzierung. Das Thema betrifft jeden, der nicht sofort volltilgt.

Bei einem Darlehen von 300.000 EUR mit 2 % Tilgung und 10 Jahren Zinsbindung bleibt eine Restschuld von rund 228.000 EUR. Für diesen Betrag brauchen Sie dann einen neuen Vertrag. Drei Optionen stehen zur Wahl:

Prolongation

Sie verlängern bei Ihrer bisherigen Bank zu neuen Konditionen. Das ist der einfachste Weg, aber nicht immer der günstigste.

Vorteil: Wenig Aufwand, schnell erledigt.
Oft am günstigsten

Umschuldung

Sie wechseln zu einer anderen Bank mit besseren Konditionen. Das lohnt sich oft, denn schon 0,2 Prozentpunkte Unterschied sparen bei 228.000 EUR über 10 Jahre rund 4.560 EUR. Mehr dazu in unserem Umschuldung Ratgeber.

Vorteil: Oft bessere Zinsen, lohnt den Aufwand.

Forward-Darlehen

Sie sichern sich heutige Zinsen für die Anschlussfinanzierung, bis zu 60 Monate im Voraus. Dafür zahlen Sie einen kleinen Aufschlag von ca. 0,01 % bis 0,03 % pro Monat Vorlaufzeit.

Vorteil: Zinssicherheit bei erwarteten Zinssteigerungen.

Gut zu wissen: Nach Paragraph 489 BGB haben Sie nach 10 Jahren ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht für Ihren Immobilienkredit. Kündigungsfrist: 6 Monate. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt dann nicht an. Dieses Recht gilt unabhängig von der ursprünglich vereinbarten Zinsbindung. Quelle: Paragraph 489 BGB.

Baufinanzierung vergleichen: Darauf kommt es an

Bei der Wahl Ihrer Immobilienfinanzierung zählt nicht nur der Zinssatz. Auch die Vertragsdetails machen einen großen Unterschied. Schon 0,2 Prozentpunkte weniger beim Effektivzins sparen bei einer Darlehenssumme von 300.000 EUR über 20 Jahre mehr als 10.000 EUR. Es lohnt sich also, gründlich zu vergleichen.

Vergleichskriterien

  • 1
    Effektivzins

    Der wichtigste Vergleichswert. Er enthält alle Kosten der Finanzierung.

  • 2
    Sondertilgung

    Wie hoch darf die jährliche Sondertilgung sein? Mindestens 5 % sollten es sein.

  • 3
    Bereitstellungszinsen

    Wie lange ist die bereitstellungszinsfreie Zeit? Bei Neubauten besonders wichtig.

  • 4
    Tilgungssatzwechsel

    Lässt sich die Tilgung während der Laufzeit anpassen? Hilfreich bei Gehaltsänderungen.

Häufige Fehler vermeiden

  • x
    Nur auf den Sollzins schauen

    Vergleichen Sie immer den Effektivzins, nicht den Sollzins.

  • x
    Nebenkosten unterschätzen

    Planen Sie 10-15 % des Kaufpreises für Nebenkosten ein.

  • x
    Zu niedrige Tilgung wählen

    1 % Tilgung führt zu extrem langer Laufzeit und hohen Gesamtkosten.

  • x
    Keine Reserve einplanen

    Halten Sie mindestens 3 Monatsraten als Notfallreserve zurück.

Unser Tipp: Mehrere Angebote einholen

Holen Sie mindestens drei bis fünf Angebote von verschiedenen Banken, Sparkassen und Vermittlern ein. Nutzen Sie unseren Baufinanzierungsrechner oben für eine erste Einschätzung und vergleichen Sie anschließend die konkreten Konditionen. Einen umfassenden Überblick über weitere Kreditarten bietet unser Kredit Vergleich Ratgeber. Dort finden Sie auch Tipps zur Auswahl des richtigen Anbieters. Weitere Informationen rund um den Hauskauf lesen Sie in unserem Immobilienkredit Ratgeber.

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Häufig gestellte Fragen zur Baufinanzierung

Quellen und Referenzen

Redaktionell geprüft von der checkeverything.de Redaktion · Stand: 15. Juli 2026

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